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Unsere Tiere - LöwenDie Löwen von Circus KroneÖffentliche Dressurproben mit Martin Lacey jr. in Ulm / Sommer 2002. ![]() Angst kennt er nicht. Wieso auch? Schließlich ist er aufgewachsen mit Löwen, Tigern, Elefanten, Lamas und Kamelen. Als Kind spielte er nicht mit kleinen Miezekatzen, sondern er neckte ausgewachsene Raubtiere. Im Alter von vier Jahren war er bereits mit Löwen auf Du und Du. Sie gehörten für ihn einfach mit zur Familie. Acht Jahre war er, als Lieblingslöwin FLO zur Welt kam. Sie lebte sogar mit in Martins Caravan. Mitten in der Wohnwagenstadt von Vaters Circus. Auch der arbeitete mit Raubtieren. Dressierte und züchtete Tiger und Löwen. Ebenso wie seine Mutter Susan. Ebenso wie sein großer Bruder Alex.
Anleitung der Familie natürlich. Und das hieß zuerst: Studieren, Schauen, Beobachten. Wochenlang. Welche Löwin springt gerne, welche läuft gerne, welche ist verspielt. "Löwen tun nichts, was sie nicht tun wollen", sagt er. Jede Aktion kommt aus der Natur. Selbst die Pyramide. Da posieren sich einige Tiere rechts, andere links. So kreisen sie in der Wildnis ihre Beute ein. Mit einem Stab lenkt Lacey die Schritte. Dieser ist der verlängerte Arm des Tierlehrers und dient hier der Kommunikation. "Mir fehlen nun mal ihre Verständigungsmittel. Keine spitzen Ohren, keine langen Barthaare", sagt der sympathische Brite. ![]() Mehr über Martin Lacey und seine Arbeit erfahren Sie hier Lacey präsentiert seine Schützlinge gewollt "wild" und stellt deren immense Kraft und Geschicklichkeit vor. Jede Bewegung im Ring ist bedacht. Jedes Wort bekannt. Er redet mit den acht Löwinnen englisch. Com on! Und deutsch. Sitz! "Deutsch ist die perfekte Dressursprache", erklärt er. "Klar und stark". ![]() Jeder Angriff im Ring ist fest einstudiert. "Alles nur Show", verrät der Dompteur. Jeder Zentimeter Abstand wird im Training genau festgelegt. "Bei einer wirklichen Attacke hätte ich keine Chance. Wenn ein Tier zuschlägt, würden es alle tun. Wie in der Natur". Natürlich kennt er die Tiere gut. Im Käfig beobachtet er die einzelnen Charaktere genau, achtet auf deren Bewegungen, auf Ohren, Augen und die "geheimen" artspezifischen Signale der einzelnen Tiere. Neun Generationen Löwen hat die Familie Lacey bis heute gezüchtet. "Die Tiere kennen mich ihr ganzes Leben. Ich bin ein Teil ihrer Familie und sie halten mich wohl für einen "funny looking lion", scherzt er. ![]() Im Aussengehege Er verbringt viel Zeit mit ihnen. Ab 8 Uhr morgens ist er auf den Beinen: Tiere füttern (5-8 kg pro Dame), tränken, pflegen, mit ihnen reden und vertraut werden. Training ist am Vormittag. Nachmittags dann die Vorstellungen Um 23 Uhr endet der Circustag mit einem letzten Blick auf die Tiere. Urlaub gibt es keinen. zurück zum Seitenanfang |