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Sommercircus - Archiv - Stadtbilder 2008
Impressionen aus dem Circus Krone von jedem Gastspielort
| Unser Stadtbild für: |
Kassel |
16.10.2008 bis 22.10.2008 |
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WIRBELWINDE AUF GALOPPIERENDEN PFERDEN Die Truppe Iriston brilliert mit spektakulärer Beduinenreiterei
Sie jagen in atemberaubenden Tempo durch die Manege und wetteifern mit wag-
halsigen Kunststücken: Die verwegenen Reiter der Truppe Iriston aus Ossetien.
Gekonnt setzen sie einen furiosen Akzent in das mit Attraktionen gespickte
Krone-Programm. Turbulent und feurig-rasant, hängen am sie am Bauch ihrer
Pferde, schwingen sich in einer 360-Grad-Pirouette rund um den Sattel oder
greifen in vollem Galopp Tücher vom Boden. Sie schlagen Salti und bauen
einfallsreiche Pyramiden zu Pferde - mit und ohne Krone-Fahne.
Folkloristische Kostüme, bildschöne Hengste, artistische Glanzleistungen,
Peitschenknall und Tanz verschmelzen zu einem eindrucksvollen Orientbild.
Nicht zu vergessen die farbenprächtigen Geschirre, Satteldecken und
Verzierungen aus dem fernen Marokko.
Die künstlerische Karriere von Truppenchef Makharbek Kanukov (55) begann
vor mehr als 30 Jahren bei der Reitergruppe Tuganov. Dort erlernte er das
Reiterhandwerk von der Pike auf und wurde wie ein Sohn aufgenommen.
Er verliebte sich, heiratete und schuf in Vladikafkas seine kleine (Reiter)-
Familie: Sohn Murat (geb. 1976) und Tochter Dzerassa (geb.1982) traten
beide in seine Fußstapfen. Vor 15 Jahren gründete Kanukov seine eigene
Dshigiten-Reiterei und benannte sie nach seiner geliebten kaukasischen
Heimat (Iriston = Ossetien). Nach gefeierten Auftritten in der ganzen Welt,
gastiert er nun zum ersten Mal in Deutschland - als tollkühner Beduinenreiter.
Für alle Liebhaber rasanter Reiter und feuriger Rösser ein "Muß".
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Für das Wohl der geliebten Vierbeiner sorgen tägliche Ausritte, ausgesuchtes
Kraftfutter und - natürlich ausgiebige Aufwärmstudien vor dem Auftritt.
Bewundert von den häufigen (zumeist) weiblichen Fans im Sattelgang.
Ihr Auftritt aber ist ein Ode an den klassischen Circus. Das Erfolgsrezept
lautet: "Du mußt dein Pferd mehr lieben als dich selbst".
Tatsächlich lieben sie ihre Pferde so sehr, daß sie sogar die Fliegen mögen,
die ihre Schützlinge umschwirren. Und ein Leben ohne Pferde können sie sich
gar nicht vorstellen. Das beweisen sie dem Publikum auch zweimal täglich
in der Krone-Manege.
Vorstellungsfotos: Ludwig Stuffler / Reiner Stahl
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P.S. Eine (Liebes-)Geschichte am
Rande muß hier einfach erzählt werden:
Es war einmal ein guter Tierlehrer aus
Rußland, der mit Dalmatinern und Ponys
in der Manege brillierte.
Eines Tages trat er ein neues
Engagement im Westen an
- und fand die Liebe seines Lebens:
Die bildschöne Dzerassa.
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Doch ihr Vater - ein gefeierter Reiterfürst aus dem Kaukasus - war leider
sehr streng und wollte als Schwiegersohn nur einen "Ritter hoch zu Ross"
akzeptieren.
Am letzten Tag ihres Engagments beschlossen die beiden Liebenden
daher zu fliehen. Noch in der Nacht reisten sie heimlich ab. Sie heirateten,
bekamen zwei Kinder und wurden für ihre fabelhafte Hundedressur
in Monte-Carlo ausgezeichnet.
Doch Wunder über Wunder. Bei ihrem ersten Engagment im Circus
Krone trafen sich Reiter und Hundeakteure wieder. Diesmal unter
besseren Vorzeichen. Mister Dalmatin und Makharbek Kanukov
schlossen Frieden.
Wer könnte wohl heute ein glücklicherer Großvater
sein als dieser gestrenge Reiter-Prinzipal ? Und so
lebten alle glücklich und zufrieden im Circus Krone.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von:
Reiner Stahl, Ludwig Stuffer und
Fr. Dr. Susanne Matzenau (Pressebüro / Circus-Krone.de)
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